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Italo Road Trip – DAY #13 (Neapel)

Heute war der große Abchilltag. Das heißt: ausschlafen und anschließendes weiterschlafen, gefolgt von einfach nur abhängen… Ist ja schließlich Urlaub!

Gegen 14:30 Uhr machten wir uns dann aber doch auf den Weg zu einer finalen Runde, die von Ragù und Abschieds-Babà für Schrehn gekrönt werden sollte. 14:30 Uhr ne komische Zeit um sich langsam auf den Weg für’n Mittagessen zu machen, ich weiß… Aber wir hatten spät gefrühstückt und außerdem hofften wir, das der – auch unter den Locals – gefeierte Laden so zwischen den Mahlzeiten n bisschen leerer sein würde.

So schlenderten wir die uns mittlerweile bekannten Straßen lang, genossen das wilde wuseln – was um die Uhrzeit doch ein wenig reduzierter war als am anderen Tag, wo wir hier waren – und merkten erst gegen 15:30 Uhr, das bereits 15:30 Uhr ist.

Ja. Ich. Weiß. Aber… Laut Google sollte der Ragùladen um 16:00 Uhr schließen und dann erst gegen 19:00 Uhr wieder öffnen. Tatsächlich üblich hier. Meist schließen die sogar schon früher. Da in Italien ja generell sehr viel später zu Abend gegessen wird, rentiert sich alles andere vorher für die wohl nicht.

Wir legten also einen Gang zu (gut, kurz unterbrochen von Ausflügen ins diverse Querstraßen um die Streetart zu fotografieren – geht ja fix. Fand ich. Fand Schrehn nicht. xD) und waren so 15:45 Uhr bei dem gewünschten Laden. Der war auch tatsächlich schön leer. Also, es standen keine Massen davor an und es gab noch n paar Sitzplätze. Also rein mit uns.

Die Kellner waren mal wieder sehr nett und charmant. Entspannt außerdem. Schön. Ich mag diese Einstellung hier.

Wir bestellten also einmal das normale Ragù für Schrehn (mit Ziti) und für mich gab es das Ragù mit Ricotta (und Manfredi. Das sind Nudeln. Ja oder? Ich find den Namen auch geil. Und hab extra nicht gegoogelt vorab um rauszufinden welche das sind. Wollte mich überraschen lassen). Wir hatten auch kurz überlegt uns ne “Scarpetta” zu bestellen. Das ist scheinbar recht üblich hier… Eine Schüssel mit Ragù und hauseigenes Brot zum tunken. Auch nicht schlecht… Liebe ich normalerweise ja. Aber iwie dachte wir Beide, das würde uns nicht satt machen. ALS OB. Kann ich dazu rückblickend nur sagen.

Der charmante (bisschen punkige) Kellner brachte uns unser Wasser (extra mit den gewünschten Zitronenscheibchen auf einer fancy Schieferplatte) – erfrischend, und kurze Zeit später auch die Pasta. Nom. Sah gut aus. Sehr soßig. Eigentlich ja nicht so meins, aber in diesem Laden war die Soße ja der Star. Und dem musste Tribut gezollt werden… Ich mein, DAFÜR kam man schließlich aus aller Welt her. [Übrigens wieder einer dieser Läden, die quasi nur ne handvoll Gerichte anbieten, bzw. eins in 3-4 Abwandlungen. Finde ich wirklich n tolles Konzept. Kann ja nur gut sein.] Dazu gab es noch geriebenen Käse und das leckere Brot.

Wir stippten also los. Lecker. Schlurf… Ich hatte ja lange Nudeln, die darf man schlurfen… Wirklich gut. Aber nicht so gut, wie das reine Ragù in Kombi mit dem Brot. Also ehrlich, das kann man sich mal geben. Wer also mal in Napoli sein sollte und Lust auf stundenlanggekochtes und so-zart-das-es-vom-Löffel-fällt gegartes Fleisch hat: Nehmt euch ne Scarpetta. Einfach ne Portion Ragù mit Brot. Ihr werdet es nicht bereuen. Es ist himmlisch. (Davon abgesehn das die Portion mit der Pasta auf dem Teller zwar machbar aussieht, aber nach der Hälfte schon zu viel ist. xD) Achso. Tandem Ragù heißt der Laden. FYI.

Wir aßen also genüsslich, schwärmten ein wenig, zippten an unserem Zitronenwasser, erfreuten uns an einer weiß-rot-getigerten Straßenkatzen (<3) und beobachteten die anderen Touris.

Nach der Hälfte fingen wir dann schon an zu quetschen. Slowfood in Perfektion quasi xD
Und nein, ich bin nicht stolz, aber ich quetschte bis zum Schluss. War einfach so lecker mit dem Brot. Was soll ich tun?!

Nach einer seeehr langen Zeit, machten wir uns dann auf zu einem Verdauungsspazier(roll)gang. Puuuuh war ich voll… Und Schrehn war sogar so voll, das nicht mal mehr ein Eis reinpasste! Ich glaube, das habe ich bisher noch nie bei ihr erlebt. NOCH NIE! Babà gab’s natürlich auch keinen mehr. Wo kein Eis passt, passt auch ganz sicher kein Babà mehr.

Wir liefen also eine extra große Runde durch die Straßen und gingen dann nach Hause. Schrehn wollte sich gern ne Runde hinlegen. Also ging es wieder rauf in die 158 Etage. Hatten auch tatsächlich 3h so rumbekommen. Kam mir gar nicht so vor.

Schrehn schlief also ihr Fresskoma aus – dabei hatte sie weniger gegessen als ich – und ich bloggte.

Zwischenzeitlich meldete sich unser Host bei uns, er würde heute mal nach Hause kommen und fragte, ob iwas fehlen würde. Wir sagten ihm “ne Katze” xD Woraufhin er antwortete, dass er Samstag eine mitbringen würde. Samstag 🙁

Kurze Zeit später schrieb er dann nochmal, das er es doch nicht schaffen würde… Bestimmt hatte er ein schlechtes Gewissen wegen der Katze. xD

Gelesen haben wir die Info aber erst kurz nach 21:00 Uhr, nachdem ich zu Schrehn meinte “willst du nicht mal fragen wo er bleibt und ob alles ok is?”, und sie DANN die Nachricht sah. Toll das ICH bis dahin in meinen Straßenklamotten geblieben bin, statt in den bequemen Schlumpimodus zu wechseln. Wer will vor Gästen schon in seinen Schlafklamotten rumsitzen. Ja ok, genau genommen waren wir ja SEINE Gäste, aber dennoch… Grummel. Naja wenigstens konnte ich mich dann jetzt umziehen.

Frisch umgezogen stellte ich mich dann noch ne Runde auf den Balkon. Das Feeling einatmen. Diesen ganz besonderen Duft nach Sommer, den es hier gibt. Ja, den gibt es in Berlin auch, aber da riecht der anders.

Schrehn kam kurz zu Besuch, roch mit, stimmte mir zu, dass der Sommer in Berlin anders riecht, wir teilten uns den saftigsten Pfirsich der Welt und dann schaffte sie sogar fast den Kern in den Müllcontainer an der Straßenecke zu werfen – flog n Ticken zu weit. Hatten wir Beide nicht erwartet. Und aus Sicherheitsgründen auch erstmal den Mann vorbeigehen lassen, der dort grade flanierte. Safety first und so. #proudofdatlittlegirl

Facts of the day:

Gemachte Schritte: 5.871

Gelaufene Kilometer: 4

Nachmittags von Geräuschen in der leeren Wohnung aufgeschreckt worden: 2 Personen

Rausgefunden das eine kleine, fleißige Roomba auf einmal durch die Zimmer sauste und ihre Arbeit verrichtete: check

Trotzdem erhöhten Adrenalinspiegel, weil Schock des Todes: 2 Personen

Zusammenstöße zwischen uns und dem kleinen Saugroboter: einige, sry kleine Roomba

Gegessene Portionen Ragù: 1.5

Gegessene Desserts: gefühlt -1

Gepackte Koffer: 0

Licht ausgemacht, weil man morgen ja “früh los müsste und Einiges vor sich hätte”: 22:28 Uhr

Personen die hellwach im Bett lagen und nicht einschlafen konnten: 2

Personen die mal wieder sagten “Mach einfach die Augen zu, dann kannst du auch einschlafen”: 1

Personen die sich dann darüber beschwerten, sie könnten nicht einschlafen, weil die andere Person zu unruhig wäre und sich nicht nach schlafen anhörte (atemtechnisch): ebenfalls 1

Personen die sich dann, nachdem die andere Person eingeschlafen war, das Handy nahm und noch bis kurz nach Mitternacht rumchattete und surfte: ebenfalls 1

1 Kommentar

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