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Italo Road Trip – DAY #9 (Florenz – Neapel)

Eigentlich bin ich echt komplett durch. Müde und feddisch für heute. Aber KnochenbrecherSchrehn besteht drauf, das ich noch nen Eintrag schreibe. Egal wie spät, egal wie geschlaucht. Muss ja auch gemacht werden… Weil… Macht sich ja nicht von selbst. Und soooo starte ich dann …

Heute geht’s für uns vom idyllischen Florenz ab in den Hexenkessel Neapel – “Napule”, wie die Einheimischen sagen. Geplant hatten wir diesen Part des Trips ja als “nochmal n bisschen Urlaub und entspannen am Strand, bevor es ins lauthektische Rom geht”. HA. HA. HA. Ich möchte nicht spoilern, aber… Also ich muss echt auf Drogen gewesen sein, als ich dachte, das wäre ne gute Idee und auch nur ansatzweise so xD

Aber gut. Soweit sind wir noch nicht. Noch befinden wir uns ja im beschaulichen Firenze. Und noch, können wir einen Abstecher an die Eisdiele machen und noch ne finale Runde Schokomousse reinziehen… Machen wir aber leider nicht. Packen ist angesagt. Und Sandwiches für die Reise fertigmachen. Heute gibt es Tramezzini mit Pesto + Tomaten + Basilikum + Mozzarella. Für Schrehn das ganze ohne Pesto, dafür mit Schinken. Versorgung ist also schon mal gesichert (was mich am Bahnhof natürlich nicht davon abhalten wird, pappige BackUpBurger vom großen Riesen mit M zu kaufen. Sicher is sicher. Die haben uns schon einige Male den Abend gerettet).

Nachdem alles soweit fertig war, quatschte Schrehn noch ne Runde mit dem anderem Paar. Also den Mexiko-Italo-Schotten und verstand dabei so grob 30% xD Lies sie sich aber nicht weiter anmerken. Sehr souverän. Hatte sie sich am Abend vorher bei den Aussies abgeguckt. ^^

Gegen 12:00 Uhr gingen wir dann los zum Bus. Zum Glück musste der Koffer nicht mehr über diese krassen Straßen hier gerollert werden, das wäre sicher sein Todesurteil gewesen. Wir hätten ihm wohl den Gnadenschuss geben müssen. Aber wir hatten alle Glück, denn die Bushaltestelle war nur die Straße runter. Und so rollerten wir fröhlich – und unfassbar laut wegen der Gehwegsteine – zur nächsten Ecke.

Zur Abwechlsung kam der Bus auch tatsächlich direkt, ich winkte total professionell (und auch endlich mal rechtzeitig), wir stiegen ein, wollten unsere Tickets stempeln… Nope. “Ah Signora, geehtaaa leidaaa nischte. Automateisstekapuuutt” – Sry für dieses klischeehafte Darstellen meiner eigenen Landsleute. Natürlich sagte er das nicht so. Er sagte es in astreinen italienisch zu mir. In meinem Kopf wandelt sich das dann trotzdem gern mal entsprechen um. Verzeiht. Tjoah… Nun hatten wir also noch 2 Tickets übrig… Heißt wohl, wir werden nochmal wiederkommen müssen. Jjiiipppiiiieieieiei. Ich frage mich sowieso, wieso wir immer wieder Tickets kaufen. 1. interessiert es keinen weiter 2. gehn die Automaten meist nicht – also entweder die zum kaufen, oder die zum abstempeln 3. wenn die mal gehn, is auf einmal Marathon und man muss nach 1 Station aussteigen 4. hab ich schon erwähnt, dass das eh niemanden weiter interessiert?

Dennoch ich kann nur sagen: Florenz ist einfach bezaubernd. Ich hab mich jetzt zwar nicht so krass in die Stadt verliebt, wie damals in Venedig, aber ich könnte mir schon vorstellen hier zu leben. Why not. Allerdings werde ich mir wohl auch hier keine Wohnung mehr leisten können xD

Wir kamen am Bahnhof an – Schrehn schon nölend das wir nicht die Station vorher aufgestiegen waren, jetzt müssten wir ja vooooll weit zurücklaufen, der Busfahrer fährt ja voll weit, wieso denn, der Bahnhof is doch dahinten!!! Oh er fährt einen Bogen, weil Baustelle. Oh und jetzt sind wir ja tatsächlich GENAU VOR dem Bahnhof <3, und machten erstmal einen Abstecher zu Mcces, holten die bereits erwähnten BackUpBurger, verstauten diese im Gepäck, schlürften einen Kaffee-Milkshake (schön kaffee-ig, nicht süß) und machten uns auf den Weg zu unserem Gate. Ach sry, Schrehn hätte gern den Kleinen Panda erwähnt, den es derzeit in der Junior Tüte gibt. Da war sie instantverliebt. Lehnte aber das Angebot, auf eine Junior Tüte eingeladen zu werden ab. Dennoch wollte sie ihn hier erwähnt wissen, um auch ein Foto davon posten zu können.

Ja… Gate… Öööööh… Stand keins dran. Laut Schrehns App war das Gate allerdings 17/05 – Hm. Komische Gatenummer. Zumal es nur bis 16 ging. und 0.5er Gates gabs auch keine… Ich ging mal nachfragen, bei dem furchtbar interessierten Mitarbeiter am Schalter. Um dann während des Fragens festzustellen, das JEMAND “gate” statt “date” gelesen hatte. Well ja….. Danke. xD Der Mitarbeiter wusste auch nicht so recht, was ich von ihm wollte und ich ging wieder. Ich wollte ihn ja auch nicht in seiner desinteressierten Phase groß stören. Nicht das er noch Stress mit seinem Arbeitgeber kriegt, weil er ZU interessiert an iwas wäre. Das könnte ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren.

Wir postierten uns also an der Anzeigetafel und beobachteten, wie jedem anderen Zug ein Gate zugewiesen wurde. JEDEM. Abgesehn von unserem natürlich. Zu unserem kam nur die Info, das er Verspätung haben würde. Ja sicher. Wieso sollte es auch mal anders sein xD Allerdings wurden wir dann doch iwann langsam unruhig, vor allem, als es bereits 13:10 Uhr war, der Zug um 13:13 Uhr starten sollte und wir immer noch kein Gate hatten. Ach Gleis heißt das ja bei Zügen… Gleis, wir hatten noch kein Gleis.

Ich ging also nochmal zu einem Mitarbeiter, der eigentlich die Leute zwecks Tickets kontrollierte. Dieser setzte mich dann auch noch unter Druck in dem er meinte ich solle bitte schnell fragen (er hätte ja keine Zeit), was mein Italo-Level natürlich um 12 Stufen Richtung “Dummbatzen” degradierte. Stammel stammel ehhh Zug nach eeeh Neapel, der andere steht schon dran unserer nicht” “Wann soll der denn gehn?” “eeeh umm eeehhh “ “schneller!!!!” “eehhh 13:13 Uhr, glaube ich” “Jaaaa der steht noch nicht dran, is ganz normal.” – Ahso, ok. Alle anderen – auch viel späteren Züge standen bereits dran. Unserer nicht. Nur sein Zwillingsschnellzug (der dann 10min vor uns in Napoli eintreffen sollte), DER stand schon dran. Klar bleibt man da entspannt. Nicht. xD

Aber gut. Kaum war ich wieder bei Schrehn angelangt, wurde uns dann auch endlich gnädigerweise n Gleis zugewiesen – ich frage mich ja, wieso das so knapp sein musste jetzt? Also weil… Der Zug, der bewegt sich ja auf SCHIENEN. Nicht wahr? Und diese Schienen, die liegen da ja schon seit ner Weile ziemlich an nem festen Platz, neech?

Na anyway, wa. Zug fuhr auch direkt ein, und wir stellten uns an zum Einstieg. Musste ja erstmal Tausend Leute aussteigen. Zog sich also alles. Das Gute: Feste Sitzplätze. Also keine Hektik, wer zuerst drin is und was bunkert oder so. Eeeeentspannt. Und schon beim reinkommen war so n richtige Aha-Erlebnis am Start.

Also, selbstverständlich reisen wir nur Holzklasse… Aber damit hatten wir jetzt nicht gerechnet. Unser 2. Klasseabteil sah aus, wie die Firstclass der Lufthansa. Nicht das ich die je gesehn hätte, aber stellte ich mir so vor. Alles picobello sauber, Ledersitze, Platz – so richtig viel Platz!, Tischchen, Lampen im Spacelook, USB-Aufladedosen… Und die Sitze waren natürlich auch verstellbar. Aber Achtung, wollte der Typ vor dir schlafen, quetschte er dich nicht direkt ein, weil die Lehne nach hinten klappte; nein, die Lehne bewegte sich kein Stück. Stattdessen rutsche einfach nur seine Sitzfläche nach vorne, welches einen ja ebenfalls in eine eher liegente Position brachte. NIFTY!!! Alter, DB ihr könnt euch da ne RICHTIG DICKE Scheibe bei den Kollegen aus Italien abschneiden.

Ich fragte mich die ganze Zeit, wie es wohl in der First Class aussehen musste. Und hatte richtig abgespacte Vorstellungen. Aber die gehören hier jetzt nicht hin. Na gut, aber nur kurz: Iwie dachte ich an die Jetsons, falls die noch iwer kennen sollte xD

Die Zeit verging tatsächlich wie im Fluge – kein Wunder bei einer Geschwindigkeit von 253km/h. Natürlich wurde auch sofort gegessen. Das gehört sich ja so. Kaum sitzt man und der Zug beginnt zu rollen: ESSEN! Ging nicht nur uns so, sondern tatsächlich Allen xD Überall hörte man es rascheln, knuspern, schmatzen. Vor uns war n junges Paar das sich erst mal ein RIESEN Baguette klarmachte. Also Baguette aufreissen, halbe Packung Schablettenkäse rein (nur das gute Zeug versteht sich xD), halbe Packung Schinken drauf, ganze Packung Hühnerbrust. Wohl bekomm’s. Wir waren mehr als Happy mit unseren leckeren Tramezzini.

Danach rollte ich mich kurz ein um ein Minischläfchen zu halten. Geweckt wurde ich dann, weil mir Jemand ein Kopfhörerkabel durch’s Auge ziehen musste. JA! War superangenehm das Gefühl… Nicht mal in Ruhe powernappen kann man, ohne Angst um sein Augenlicht haben zu müssen. Und dabei hatte ich grad so schön geträumt. Sigh.

Zwischendurch gab es dann noch mal einen HungerGames Moment, als wir mit unserem “Deluxe”-Zug durch einen total modernen, cleanen, futuristischen Bahnhof rushten, und dann waren wir auch fast schon in Neapel. Mein Lieblingsdialog hierzu war dann auch “Sieht man von hier den Vesuv?” “Ich glaube nicht, der liegt doch weiter im Süden” – mildes, besserwisserisches Lächeln. “Achso? Ok, und das da drüben, der große Berg, könnte er nicht sein?!” – Blick auf die Karte von SchlaubiSchlumpf: “ Oh hehe, ja, hust, das ähm könnte er dann doch sein ja.” Könnte. Ahja. Trotzdem direkt ma n Foto gemacht. Nur so zur Sicherheit… Isss klaaa… Mit mir kann man’s ja machen… Aber nichts bleibt unbemerkt, und so, darf ich hier leise Rache üben. Hihi.

Gestrandet in Neapel. Der kleinen Stadt im Süden. Am Wasser. Bekannt für seine tolle Pizza und seine vielen Zitronenbäumen… Ja. Fast. Das erste Feeling war eher so “NeuköllnStyle”. Und nicht das angesagte, oder ruhige Britz. Neee… Schon so mittendrinaufdiefresse Neukölln. Karl-Marx-Straße.

Aber sowas kann uns zwei waschechte Berlinergören ja nicht schocken. Kennwa, keen Ding. Also ab durch die Mitte und Richtung Unterkunft. Die liegt “zum Glück” nicht allzu weit vom Bahnhof entfernt, aber ebenfalls und wirklich zum Glück, weit genug weg xD

Und hier ist auch das Italien, das ich so kenne. Kleine, chaotische Ministraßen, die ohne Sinn und Verstand laufen. Überall stehn Sachen rum, wird was verkauft, rasen Leute auf ihren Vespas an dir vorbei, es wird gehupt was das Zeug hält, Wäscheleinen die das Stadtbild prägen… Süditalien, wie es keine Postkarte der Welt besser beschreiben könnte. Auf den ersten Blick laut und dreckig, aber auf dem Zweiten wird Jeder, der genauer hinguckt, viel Charme und Freundlichkeit sehen. <3

Apropos Charme: Christian – unser neuer Host – begrüßte uns extrem freundlich, schleppte sogar den Koffer mit hoch – HERO – in die 4. Etage (!!!), bot uns mehrfach ein Glas Wasser an, übergab uns die Schlüssel und dann die komplette Wohnung. Gebucht haben wir ja nur 1 Zimmer, aber er meinte, er zieht ne Weile zu seinem Boyfriend, dann hätten wir die Bude für uns. Uiiii. Wäre gar nicht nötig gewesen. Ich mein, ich hatte mich jetzt auch schon an Mitbewohner gewöhnt – is iwie ganz nett, sich mit Leuten anderer Nationalitäten auszutauschen. War fast ein wenig traurig, das wir nun keinen schnulzigen Film mit Chris und seinem Freund gucken würden…

Naja. Er zog los, wir breiteten uns im Zimmer aus, zogen uns kurz um – ich zumindest wechselte das Oberteil, weil hier war es doch deutlich wärmer als in Florenz – und dann gingen wir noch ne Runde um den Block: Gegend erkunden, Supermärkte auschecke – Supermärkte, ahhahaha – und so halt. Es war ja erst kurz nach Vier, glaube ich… Also schlenderten wir ein wenig in Neukölln rum xD

Wir gingen in den ersten Supermarkt den uns Google vorschlug. Kein Discounter, aber n Klassicher hier für die Gegend. Kenne die Marke auch. Und jaaaa… Also… Puh. xD Supermarkt, schon ja iwie, aber nein. Das war der kleinste Laden ever, verwinkelter als jedes Labyrinth und sowas von schmal. Durch die kleinen Gänge passte max. eine Person. Bei Gegenverkehr musste eben einer warten. Oder aber auch beide Seiten, wenn sich in der Mitte ein Kind bockig breit machte xD

Wir kauften dennoch das Nötigste. Teuer war der Laden natürlich auch. Haha, wir waren echt n bisschen verwöhnt durch den Discounter bei uns vor der Tür. Wir kauften also Cornflakes und Milch für den nächsten Morgen – ohne zu wissen, dass der gute Christian zwar den Schrank voller “Cerealien” hat, aber leider nicht im Besitz einer einzigen Schüssel war. xD Die obligatorische Flasche Wasser (auch wenn man das Wasser hier trinken kann, mich hat das geschmacklich nicht so überzeugt), und noch 2 Eistee für Schrehn. Die kostet sich schon seit dem ersten Tag in Italien durch das gesamte Sortiment an zuckerfreien Eistees xD

Wir wanderten noch ein wenig rum. Sahen schon einige HotSpots, und kauften Schrehn ihr tägliches Eis. Ja. Ich glaube, das war’s dann auch erstmal.

Kaputt landeten wir dann wieder in der 4. Etage (logisch, warum Christian das Wasser aus der Leitung empfiehlt. Wer hat schon Bock Flaschen hier hoch zu schleppen? ^^), aßen unsere BackUpPappBurger (AHA!!!) und fielen dann ins Bett: GNTM gucken. <3

Facts of the day:

Gemachte Schritte: 8.316

Gelaufene Kilometer: 5.5

Gekaufte BackUpPappBurger: 3

Davon freudigstrahlend auf dem Bett verzehrt: 3

Empfehlunge von meiner Cousine bekommen, was wir in Neapel schönes machen können: ich glaube so… 5, 6

Empfehlungen hiervon, wo man gut essen gehen könnte und sollte: 5, 6 xD

Nachreichung von Nicht-Essens-Empfehlungen, weil ihr auffiel, dass das ja alles nur Essen war: 3

Ergänzung um weitere Essensempfehlungen: nochmal 3 – verhungern werden wir also nicht. Praise the lord

Bett das steinhart ist: 1

Bett das “komischerweise” nach Basilikumpesto riecht: ebenfalls 1.

Abgekackter GNTM Stream, weil man Pro7 offensichtlich nicht im Ausland über die Webseite gucken darf: 120 Mio mal

1 Kommentar

  1. der panda ist süüüüüüüüüüüüüüsssssssssssssssssssssssssssssssss
    essen in italien muss ähmmm wunderbar sein :)))

    schicker zug

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